GrünAnTeil

Viele Menschen möchten gerne mehr Natur im urbanen Alltag erleben und mitgestalten. Die Vorstellungen reichen vom Gemüseanbau bis zur Wildblumenwiese.

Die Möglichkeiten sind da: Vom kleinen Balkon über Gemeinschaftsgärten und Baumscheiben bis zur Verkehrsinsel. Eine Vielfalt von Flächen und Akteuren bieten Raum und Struktur für urbanes Gärtnern und Stadtnatur.

GrünAnTeil vernetzt Stadt-GärtnerInnen miteinander und zeigt auf, wo mit bürgerlichem Engagement eine partizipative Stadtgestaltung durch Gärtnern möglich ist. Gemeinsam organisiert können wir mehr auf politischer Ebene und Verwaltung erreichen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Grünstandsmelder

Um gärtnerische Freiräume und  Aktivitäten sichtbar zu machen, arbeiten wir gerade an einem „Grünstandsmelder“ (vgl. Leerstandsmelder).

Öffentliche oder private Grünflächen in Hamburg, die sich zum urbanen Gärtnern eignen, werden auf einer virtuellen Karte sichtbar gemacht und so für alle zugänglich.

Ideen, Ansprüche und Vorhaben für diese Flächen werden öffentlich diskutiert. Nutzung, Gestaltung und Pflege können auf der Plattform vorgestellt und gemeinsam organisiert werden. Die Entwicklungsprozesse bleiben für Außenstehende nachvollziehbar. Kontaktaufnahme und Partizipation wird erleichtert und die grünen Ressourcen nutzbar gemacht.

Möglichkeiten

Ein großer Teil der öffentlichen und privaten Grünflächen dienen häufig ausschließlich der Zierde – Aus Gründen wie Kostensenkung bei Pflege und Unterhalt, falscher Pflege („totgepflegt“) und mangelndem Interesse, bzw. fehlender Kenntnis entwickeln sich diese jedoch häufig in triste, monotone und wenig ansprechende Gärten und Grünflächen. Für Menschen und Tiere bieten diese nur wenig. Kurz geschorene Rasenflächen unterdrücken, was wachsen und blühen will. Wechselbepflanzungen aus Geranien und Stiefmütterchen bilden nicht die bunte Vielfalt unserer Pflanzenwelt ab.

Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten – im öffentlichen und privaten Raum – um in der Stadt Flächen gärtnerisch zu nutzen oder nutzbar zu machen.

Baulücken, Hinterhöfe und Brachflächen können mit einem mobilen Konzept (z.B. Hochbeete aus Kisten oder Säcken) genutzt werden. So ist man unabhängig von den Bodenverhältnissen und kann bei einem Anspruch auf die Fläche (z.B. Bebauung) notfalls umziehen.

Auf Verkehrsinseln und Straßen-Begleit-Grün kann mit Stauden oder Wild-Blumen-Wiesen, die wichtige Nahrung für Pollen- und Nektarsammelnde Insekten liefern, ein Beitrag zur höheren Artenvielfalt geleistet werden. Nebenbei sehen blühende Verkehrsinseln auch besser aus als ungepflegte Rasen-Verkehrsinseln.

Teilbereiche von vernachlässigten Parks können in Gemeinschaftsgärten umgewandelt werden. So kann z.B. direkt in der Nachbarschaft eine urbane Landwirtschaft betrieben werden.

Baumscheiben lassen sich nicht nur als Hundeklo nutzen. Viele Menschen begärtnern schon lange die öffentliche Baumscheibe vor ihrer Haustüre und sehen das als Selbstverständlichkeit an.

BesitzerInnen privater Hausgärten können ihre Gärten nach der Idee des Gardensharings mit Interessierten ohne eigenen Garten teilen und darin gemeinsam arbeiten, ernten und ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen. Auch Balkone und Dächer eignen sich dafür hervorragend.

Grünflächen von Mehrparteien-Häusern können neben Liege- Spiel- und Erholungsfläche auch als Nutzgarten mit Obst und Gemüseanbau dienen. Fragt man bei den VermieterInnen an und zeigt etwas Beharrlichkeit, haben diese oft nichts dagegen einzuwenden.

Zahlreiche bereits existierende Gemeinschaftsgärten, in denen  bereits gemeinschaftlich gegärtnert wird, freuen sich über neue Gesichter mit frischen Ideen und Tatendrang.

Recht auf Stadt

Durch gärtnerische Nutzung von öffentlichen (Grün-) Flächen können selbst gestaltete Freiräume als Gegengewicht zu Zerstörung, Privatisierung und fremdbestimmter Stadt-Planung geschaffen werden. Durch die sichtbare Gestaltung und Veränderung solcher Freiräume wird deutlich, dass eine Nutzung und Selbstgestaltung von öffentlichem Raum und eine ökologisch-nachhaltige Stadtentwicklung möglich ist.


Urbanes Gärtnern

Durch Gärtnern in der Stadt lässt sich eine urbane, artenreiche Landwirtschaft aufbauen, die regionale Versorgungs-Strukturen in der Stadt schafft. Dies spielt zu Zeiten von Rohstoffverknappung im Energiebereich eine substanzielle Rolle, da die Nahrungsversorgung in der globalisierten Welt (insbesondere in Städten) derzeit nur durch Energie fressende Transporte gewährleistet werden kann.

Beim Eigenanbau in den Gärten der Stadt erfährt man Bewusstsein für Natur, Nahrungsmittel und Ernährung. Man weiß ganz genau, wo und wie sein Essen angebaut wurde. Durch gärtnerische Subsistenz spart man nicht nur Geld sondern kann letztendlich auch zu Veränderungen der häufig unfairen Handels- und Arbeitsbedingungen in den Anbauländern beitragen.

Gemeinschaftliches Arbeiten in Gärten fördert darüber hinaus die Gesundheit durch Bewegung bei der Arbeit und gesunde Ernährung. Urbane Gärten sind außerdem Orte der Begegnung, Integration und Bildung.

Kontakt: gruenanteil[at]gmx.de

Transition Town

Wir sind eine Initative des Transition Town Hamburg Netzwerks.

GrünAnTeil ist als Idee eines GardenSharings in Hamburg, Ende des Jahres 2010 entstanden.

Wer möchte kann sich jederzeit  direkt bei uns melden, wir freuen uns auf Interessierte und Unterstützung!

gruenanteil[at]gmx.de

——————————————————————————————————–

Urbane Gärten teilen und nutzbar machen
vom 19.06.2011

Wer sich heute mit urbaner Landwirtschaft beschäftigt, findet weltweit sofort eine unglaubliche Vielfalt von Grünflächen, auf denen sich Initiativen, Nachbarn und Bürger engagieren.

Ein großer Teil der öffentlichen und privaten Grünflächen dienen jedoch nach wie vor ausschließlich der Zierde. Dazu kommt, dass sich viele dieser Flächen aus Gründen der Kostensenkung für Pflege und Unterhalt oder aus mangelndem Interesse und falscher Pflege bzw. fehlender Kenntnis, zu monotonen und unpersönlichen Teilen des städtischen Raumes entwickeln.

Wechselbepflanzungen aus Geranien und Stiefmütterchen bilden nicht die Vielfalt unserer Pflanzenwelt ab! Für Menschen und Tiere bieten diese kurzgeschorenen Flächen und tristen Bepflanzungen wenig.

Dabei möchten viele Stadtmenschen gerne mehr Natur im urbanen Alltag erleben und mitgestalten. Die Vorstellungen reichen vom Gemüseanbau bis zur Wildblumenwiese.

GrünAnTeil verfolgt das Ziel, Stadt-GärtnerInnen miteinander zu vernetzen und Räume zu finden, in denen durch gärtnerisches Handeln eine partizipative Stadtgestaltung möglich ist.

Und  die Möglichkeiten sind vielfältig: Vom kleinen Balkon über Gemeinschaftsgärten und Baumscheiben bis zur Verkehrsinsel. Eine verblüffende Zahl von “beackerbaren” Flächen und tatkräftigen Akteuren, bieten Raum und Struktur für bürgerliches Engagement als urbane Gärtner.

Um die Potenziale gärtnerischer Freiräume, Wünsche und Aktivitäten für eine gemeinsame Stadtgestaltung nachhaltig fruchtbar zu machen, arbeiten wir momentan an einer Internetplattform, die den GrünAnTeil von Hamburg sichtbar macht, der dieses Handeln ermöglicht.

Öffentliche oder private Grünflächen, die zum urbanen Gärtnern geeignet sind, können hier auf einer virtuellen Karte eingetragen werden.

Ideen, Ansprüche und Vorhaben für diese Flächen können artikuliert und mit anderen öffentlich diskutiert werden. Geteilte Ansprüche werden so schneller erkannt und eine gemeinsame Nutzung, Gestaltung und Pflege kann übersichtlicher geplant, organisiert und in die Tat umgesetzt werden.

Die Entwicklungsprozesse bleiben für Außenstehende leichter nachvollziehbar und die Kontaktaufnahme von interessierten Bürgern zu bereits aktiven Initiativen und Akteuren wird erleichtert.

Sie sind herzlich eingeladen Teil dieser wachsenden Struktur zu werden. Beobachten Sie Ihre Strasse, den Arbeitsweg, ihre Nachbarschaft. Entdecken Sie mögliche Freiräume und erzählen Sie uns von Ihren Taten und Wünschen.

Gemeinsam können wir den GrünAnTeil unserer Stadt intensiver erleben und gestalten.

——————————————————————————————————–

Resonanz und weitere Schritte
vom 05.04.2011

Bei der Veranstaltung am Sonntag, 3.4.11 konnten erfolgreich Menschen ohne Gärten oder Zugang zu Grünflächen an Menschen und Initiativen vermittelt werden, die nach Menschen suchen, die sich gärtnerisch in die Projekte einbringen möchten.

Klassisches Garden-Sharing funktioniert jetzt also auch in Hamburg.

Immer neue Interessierte, Leute mit ganz konkreten Ideen und Zielen, aber auch Initiativen kommen auf uns zu und die Vernetzung wächst. Es ist schön, zu erfahren, dass sich so viele Leute mit Hamburgs Grünflächen beschäftigen und etwas verändern wollen – Gärtnerisch und politisch. Es gibt wahnsinniges Potential! Wenn diese Ideen und Tatendränge gebündelt werden, kann daraus viel „wachsen“. Genau damit sind wir im Moment beschäftigt und das ist viel Arbeit und dauert etwas…

Die bisherigen Eintragungen ins Online-Formular und in unsere Vernetzungsliste werden ausgewertet um alle, die „zusammengehören“ direkt zusammenführen. Dies dient dem Ziel, euch gezielter zu Aktionen, Projekten, Initiativen und Veranstaltungen, für die ihr euch interessiert einzuladen, bzw. Kontakt aufzunehmen

Alle, die ihren  Mehrparteien-Hausgarten umgestalten möchten und dafür die Zustimmung von den VermieterInnen brauchen bekommen dazu ein Dokument von uns gesendet, das diesen Schritt erleichtern oder ermöglichen kann. Dieses Dokument muss dann ggf. noch mit eueren Kontaktdaten ergänzt werden.

Der Mailverteiler ist eingerichtet und die Kontaktadresse lautet:

gruenanteil[at]gmx[punkt]de

——————————————————————————————————–

Hamburgs Grünflächen nutzbar machen
vom 27.02.2011

  • Habt ihr auch schon darüber nachgedacht oder sogar schon ganz konkrete Vorstellungen, die Grünflächen in eurer Umgebung zu gestalten?
  • Ihr wollt öffentliche Grünflächen oder Gemeinschaftsgärten nutzbar machen?
  • Ihr habt keinen Zugang zu einem Garten, aber gestalterische Ideen, Lust und Tatendrang?
  • Ihr seid Gartenbesitzer, habt aber nicht genug Kraft oder Zeit zum Gärtnern allein oder einfach Lust euren Garten mit anderen zu teilen?
  • Ihr seid eine Initiative, die grüne Freiräume erkämpft hat – vielleicht vor Zerstörung, Privatisierung oder fremdbestimmter Gestaltung bewahrt hat – und wollte diese Grünflächen gerne mit anderen Menschen gestalten und nutzen?

Auf der Veranstaltung “Hamburgs Grünflächen nutzbar machen.” möchten wir Menschen mit diesen Interessen zusammenbringen.

Sonntag, 03.04.2011 um 15 Uhr
im Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg.

www.centrosociale.de

Presseresonanz in DIE WELT: www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article13045895/Im-Garten-der-anderen-Stadtgaertner-machen-Hamburg-gruen.html

Nachfolgend haben wir eine Umfrage geschaltet. Um besser planen zu können wäre es nett, wenn ihr kurz klickt, ob ihr kommt oder nicht. Vielen Dank!  Ein schönes Wochenend und bis Sonntag!

E-mail: gruenanteil[at]gmx.de
Webseite: www.GruenAnTeil.wordpress.com

——————————————————————————————————–

was wir möchten

vom 27.02.2011

Ein großer Teil der öffentlichen und privaten Grünflächen Hamburgs wird von vielen als unattraktiv empfunden. Aus Geld- und Zeitmangel werden sie unzureichend und oft falsch gepflegt und sind deshalb unattraktiv und daher ungenutzt.

Gleichzeitig würden viele Menschen gerne Natur gestalten und erlebbar machen. Die Möglichkeiten sind da: vom kleinen Balkon über öffentliche Parks bis hin zu Vorgärten könnten alle grünen Ressourcen der Stadt aktiv genutzt werden.

Wir, die Gruppe GrünAnTeil Hamburg, zeigen Möglichkeiten auf und stehen bei der Nutzung und Gestaltung von Grünfläche zur Seite.

  • Wir möchten Menschen ohne Garten mit GartenbesitzerInnen zusammenbringen.
  • Wir möchten Menschen mit einem Gemeinschaftsgarten oder einer öffentlichen Grünfläche vor der Haustüre Möglichkeiten aufzeigen, und zur Seite stehen, wie diese Grünflächen gemeinsam aktiv genutzt werden können.
  • Wir möchten Initiativen die bereits öffentliche (grüne) Freiräume  vor Zerstörung, Privatisierung und fremdbestimmter Gestaltung bewahrt haben unterstützen, indem wir sie mit Menschen zusammenbringen, die auf der Suche nach selbstbestimmt-gestaltbaren Grünflächen sind. Bei der nach außen hin sichtbar gemachten Gestaltung solcher Freiräume wird deutlich, dass eine Nutzung und Selbstgestaltung von öffentlichem Raum möglich ist.

2 Antworten zu GrünAnTeil

  1. Subsistenz? Klingt viel zu verkopft. Weigere ich mich auch zu verstehen, als einfacher Mensch. Da baue ich lieber Rüben an! Irgendwo. Ganz unpolitisch und vereinslos!

    • baumgaertel schreibt:

      So verkopft ist das doch gar nicht. Wie du schon sagst: Rüben anbauen, pflegen, ernten, essen, Geld sparen. Für manche ist das selbstverständlich, für andere nicht. Die müssen sich das erst durch den Kopf gehen lassen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s